Standardisiertes Verfahren zur Anschmutzung von Prüfkörpern für Reinigungsversuche

Erscheingsdatum 
Dezember 2014
Autoren 
FHH Brill, R Daniel, M Wodrich, H Gabriel
Bibliografische Daten 
Zentr Steril 2014; 22 (6): 408–412.
Abstract 

Um die Leistung von Reinigungsprozessen zu untersuchen oder zu validieren, werden nach DIN EN ISO 15883-5 verschiedene Prüfanschmutzungen eingesetzt. Diese müssen möglichst reproduzierbar auf einen Prüfkörper z. B. aus Edelstahl oder Glas aufgetragen werden. Auf Grund der Schwierigkeiten bei der Anschmutzung der Prüfkörper sind die bis heute eingesetzten Methoden nicht als zuverlässig einzustufen. Daher wurde eine Methode zum Auftragen von Blutverschmutzung auf Prüfkörper entwickelt. Die größten Schwierigkeiten liegen darin, das Blut in gleicher Menge und reproduzierbar auf die Prüfkörper aufzutragen.
Für diesen Zweck wurde eine Schablone entwickelt. Der Aufbau der Schablone erlaubt dem Prüfer eine definierte Menge an Blut gleichmäßig in der Mitte einer Platte aufzutragen, sodass eine gleichmäßige Schicht von gleicher Stärke und Fläche sichergestellt ist. Erste Ergebnisse bestätigen, dass das Verfahren zu gleichmäßig angeschmutzten Prüfkörpern führt. Es ist einfach und schnell in jedem Labor etablierbar. Die Reproduzierbarkeit ist sehr gut. Das neue Verfahren ist optimal geeignet, um Prüfkörper für die Untersuchung der Reinigungsleistung von Prozessen zu untersuchen. Die entwickelte Methode verspricht Regelmäßigkeit, Gleichmäßigkeit und Reproduzierbarkeit bei der Anschmutzung der Prüfkörper.