Keine in-vitro-Hinweise auf die Entstehung von bakteriellen Resistenzen gegenüber einem Silberionen-Komplex

Erscheingsdatum 
Juli 2019
Autoren 
Horst Braunwarth, Jochen Steinmann, Jan-Hendrik Klock, Florian Brill
Bibliografische Daten 
WUNDmanagement | 13. Jahrgang | 4/2019 | S. 176 - 180
Abstract 

Silberhaltige Wundauflagen sind wesentlicher Bestandteil der Behandlungskonzepte bei kritisch kolonisierten/lokal infizierten Wunden [8]. Aufgrund der zunehmenden klinischen Bedeutung von Antibiotika-resistenten Erregern kommt der Frage einer möglichen Resistenz von lokalen antimikrobiellen Wirkstoffen eine zentrale Bedeutung zu. Ziel dieser Untersuchung war es daher, das Potential einer Induktion einer bakteriellen Resistenz eines Silber-Natrium-Hydrogen-Zirkonium-Phosphat-Komplexes, der in Wundauflagen verwendet wird, zu testen. Hierzu wurden die minimale Hemmkonzentration (MHK) und die minimale bakterizide Konzentration (MBK) vor und nach Kontakt mit dem Silberkomplex von bis zu 14 Tagen mit zwei Testkeimen (Staphylococcus aureus ATCC 6538 und Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442) bestimmt. Für den Silberkomplex wurden für Staphylococcus aureus eine MHK von 0,5-3,0% und eine MBK von 0,5-5,0% ohne Kontakt mit dem Silberkomplex bestimmt. Für Pseudomonas aeruginosa wurden eine MHK von 0,1-1,5% und eine MBK von 0,5-4,0% ohne Kontakt mit dem Silberkomplex gefunden. Nach Kontakt mit dem Silberkomplex wurden eine MHK von 0,1-1,5%